Dienstag, 9. Juni 2015

Stammbaum auf Stoff

Meine lieben Pateneltern versorgen meine kleine Motte immer wieder mit ganz bezaubernder Kleidung. Gerade am Samstag kam wieder ein Päckchen, das unter anderem soooo niedliche Kleidchen enthielt. *schwelg* Ich freue mich schon darauf, sie darin zu sehen. Dazu muss sie aber noch ein bisschen wachsen. Dafür kann sie sich wiederum noch gern et was Zeit lassen, denn selbige vergeht einfach viel zu schnell, gerade mit einem Zwerg daheim... 

Schon beim letzten Paket wollte ich mich gern revanchieren und ihnen eine kleine Freude machen. Der Plan war flugs entwickelt, nur die neue Nähmaschine fehlte dafür noch. Die kann nämlich Buchstaben nähen. Nun hat sich der Hersteller viiiiiel Zeit gelassen, um das gute Stück zu bauen. Herrje, wie lang können denn bitte 6 Wochen dauern?? Hmm, schrieb ich nicht gerade etwas von "die Zeit vergeht zu schnell"?! Selektive Wahrnehmung, was?! Naja, Zeit hin oder her, die Maschine ist endlich da und ich konnte loslegen.

Zunächst habe ich einen Baum auf einem Laserdrucker ausgedruckt und fein säuberlich ausgeschnitten. Dann benötigt man den Stoff für den Stammbaum, ich habe ein ganz tolles, altes grobes Leinen ausgesucht, das Anno Dazumal ein Zuckersack war, und Transfer Potch.


Der Baum auf der bedruckten Seite sowie der Stoff werden mit dem Mittel bestrichen. 
Es macht Sinn, sich die Konturen vorsichtig auf dem Stoff anzuzeichnen, damit man den Potch nur dahin streicht, wo hinterher auch das Bild ist. Der Potch verhärtet den Stoff nämlich und ist leicht sichtbar. Das weiß ich erst seit hinterher... LBD - learning bei doing.


Dann wird die bedruckte Seite auf den Stoff gelegt und das Papier mit einem Rackel glatt gestrichen. Anschließend wird das Ganze zehn Minuten lang trocken geföhnt. Nun kann man das Papier mit einem Schwamm wegreiben.


Der Übertrag ist überraschend widerstandsfähig. Nach anfänglicher Übervorsicht habe ich zum Schluss hin sogar die harte Seite vom Schwamm genommen.

Ich habe außerdem gelernt, dass es besser ist, keine Zeitung unter den Stoff als Unterlage zu legen. Der potcht sich nämlich auf der Rückseite auch gleich auf den Stoff... *grrr*


Die harte Schwammseite erledigte das nach einiger Zeit reiben glücklicherweise größtenteils.

Danach war mein neues Schätzchen dran und hat mir ganz fein die Namen der Familie auf den Baum genäht. Beim nächsten Mal nehme ich den grünen Faden, dann sehen die Namen wie Blätter aus.

Leider habe ich erst gerahmt und dann geknipst... öhöhm...


Schließlich habe ich eine Bilderrahmen im Shabby Chic-Style zurecht gemacht. Ein Stammbaum ist ja etwas altes, ehrwürdiges, da braucht man auch einen "alten" Rahmen, oder?

Nun ist er fertig und geht in dieser Woche auf die Reise!





Den Stammbaum schicke ich heute wieder zum Creadienstag und zum Upcycling-Dienstag. Da kann ich mir dann auch gleich neue Ideen fürs nächste Projekt holen. :o) 

In diesem Sinne:
seid nicht zuuuu fleißig und genießt das schöne Wetter
Sina





Kommentare:

  1. Wow, sehr toll! Danke für die genaue Erklärung, sowas wollte ich auch schon immer mal versuchen! Das Zeitungsmotiv auf dem Stoff sieht auch gar nicht mal so übel aus :D
    Liebe Grüße!

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    1. Hallo Lorkyn, vielen Dank für deinen llieben Kommentar! Das mit der Zeitung habe ich auch gedacht... *lach* aber das eigentliche Ziel war ja ein anderes. So habe ich nun aber schon eine neue Idee... :o))

      Liebe Grüße
      Sina

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  2. Das sieht klasse aus. Ein schönes Geschenk.
    Der Rahmen passt auch wunderbar.
    Liebe Grüße, Jana

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    1. Danke, Jana! Ich hoffe, meine Pateneltern sehen das genauso. Bin ganz gespannt!
      Liebe Grüße
      Sina

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